Tarra-Bulga National Park

Erst mal weiter Richtung Osten, auch wenn wir kein genaues Ziel hatten, wussten wir wenigstens eine Himmelsrichtung in die wir fahren. An den Straßen sind die Sehenswürdigkeiten immer auf braunen Schildern ausgewiesen und falls nicht, gab es auf unseren Straßenkarten nützliche Infos. Das nächste was interessant Klang waren die Agnes Falls. Über kleine Straßen durch Felder düsten wir mit unserem Auto bis hin zu einem schattigen Parkplatz. Versteckt hinter grünen Hügeln offenbare sich uns der höchste Wasserfall Victorias. Das Wasser stürzt hier 59 Meter in die tiefe. An der Aussichtsplattform sonnten sich hunderte von Eidechsen.

Unser Nachtlager schlugen wir etwas weiter im an einem See auf Osten.

1840 hatte dieser Ort Geschichte geschrieben. Ein Gerücht machte sich breit das die Kurnai Aborigines eine weiße Frau gefangen hätten. Aus ganz Australien kamen Männer um bei der Suche nach der Entführten zu helfen. Leider schreckten die europäischen Siedler nicht davor zurück, unzählige Ureinwohner auf ihrer Suche zu töten. Zwei Jahre später stellten sie den Kurnai mit Hilfe eines Dolmetschers ein Ultimatum. Das erste mal hörten die Aborigines das sie die weiße Frau frei lassen sollten. Einige Tage später brachten sie eine Galionsfigur, eines Jahre zuvor gesunkenen Schiffes, zu den weißen Männern. Geschichten wie diese sind tragischer Weise keine Seltenheit gewesen.

Am nächsten Morgen ging es weiter in den Tarra Bulga National Park. Der Park macht deutlich wie das Land vor der landwirtschaftlichen Nutzung überall ausgesehen haben muss. Er ist dicht mit unzähligen Arten von Eukalyptus Bäumen und Farnen bewuchert. Zahlreiche Bäche winden sich ihren weg durch den Wald. Ab und zu verwandeln sie sich in spektakuläre Wasserfälle. Ein Erlebnis für sich, ist allein schon die Autofahrt durch die Serpentinen des Regenwaldes. Doch immer schön vorsichtig, es könnte ja sein, das ein Echidna über die Straße will. Aber nein, wir fahren immer Vorsichtig! Hunderte von tausenden von verschieden Tieren wollen über die Straßen. Und wer sagt’s? Ein Echidna! Schon wieder!

Müde von wandern suchen wir außerhalb des Parks an der Küste einen Schlafplatz. Ein paar Kilometer von der Hautstraße entfernt, erreichen wir über einen Schotterweg unser Ziel. Begrüßt wurden wir von Abermillionen Fliegen. Das Kochen war unmöglich. Wir entschieden uns für einen kurzen Spaziergang am Strand um früh ins Bett zu gehen. Unsere Innenraumbeleuchtung viel über Nacht aus und wir versuchten sie im dunklen zu reparieren. Leider ohne Erfolg. Am nächsten Morgen stellten wir fest, dass fast das gesamte Armaturenbrett nicht mehr mit Strom versorgt wurde. Da unser Wagen ein Japan Import ist, war es nicht ganz so leicht die Richtige Sicherung zu finden. Doch mit unseren rudimentären japanisch Kenntnissen fanden wir sie nach ein paar Minuten.

Der nächste Halt war Marlo. Hier kann man nichts machen außer Angeln. Eigentlich wollten wir hier einen Freund aus Deutschland treffen, der vor ein paar Wochen bei den Hobie Kayak Bream Fishing Series mitgemacht hatte. Wir waren etwas zu spät dran und haben ihn leider verpasst. Zum Zeitvertreib sind wir sind an den nahe gelegenen Spot, Cape Conran gefahren. Der Surf war leider nicht überragend. Auch hier waren mehr Fliegen als alles andere und der Strand hat durch allerlei angespülte Algen bestialisch gestunken. Zum Glück störten uns keine Fliegen auf dem Meer und auch der Gestank war beim surfen nicht so schlimm. Zu guter Letzt entdeckten wir auch einen Seelöwen, der am Riff umher tollte.

Lizzards

Agnes-Falls

 

Fern-Forrest

Tarra-Bulga-Bridge

Echidna

flies

Pelican

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